Festnahme/ Untersuchungshaft

Bei einer Festnahme durch die Polizei und ein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gilt grundsätzlich “Ruhe bewahren” und einen Verteidiger konsulitieren.

Vor allem machen Sie unbedingt von Ihrem Recht zu Schweigen gebrauch, in dieser für Jeden unübersichtlichen Situation. In den ersten Stunden nach einer Festnahme kann sich ein Ermittlungsverfahren entscheiden. Lassen Sie sich NICHT durch den Druck der Festnahme oder einem drohenden Haftbefehl zu einer Aussage hinreißen, denn dies kann erhebliche negative Folgen haben.

Es gibt genügend Beispiele von Mandanten, die sich in schwerere Delikte als Ihnen eigentlich vorgeworfen wurden “hineingequatscht” haben. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Bedenken Sie, dass Sie bei drohender Untersuchungshaft bzw. ab Erlass des Haftbfehls das Recht auf einen Pflichtverteidiger haben und auch einen Anwalt Ihres Vertrauens benennen können.

Vorladung

Am Anfang steht häufig die Vorladung zur Polizei. Oftmals wird in dieser schon nicht klar, ob es sich um eine Vernehmung als Zeuge oder Beschuldigte handelt.

Ein Mandant legte mir vor einiger Zeit eine “Einladung zur Besprechung” einer Polizeidienststelle in der Umgebung Bremens vor und wurde dann doch als Beschuldigter vernommen, ohne das er vorher belehrt wurde.

Solche und andere Schreiben der Polizei sind mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Auch hier gilt, wenden Sie sich an einen auf das Strafrecht spezialisierten Anwalt. Sie kommen im Rahmen einer Vernehmung in eine Situation die Mandanten oftmals nicht beherrschen können.

Grundsätzlich sind Sie auch nicht verpflichtet eine Ladung der Polizei wahrzunehmen.

Strafbefehl

Einen Strafbefehl erhalten Sie meist durch das jeweils zuständige Amtsgericht zugestellt.

Den Erlass eines Strafbefehls beantragt die Staatsanwaltschaft bei dem zuständigen Amtsgericht. Dieser Antrag wird in der Regel übernommen.

Ein Strafbefehl kann zu einer Verurteilung ohne Verhandlung führen.

Beachten Sie, dass Sie nach Zustellung des Strafbefehls nur zwei Wochen Zeit haben, um Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen. Ist die Frist abgelaufen, wird es meist sehr schwierig wieder in das Verfahren hineinzukommen – durch einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand.

Auch hier sollten Sie sich rechtzeitig an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden.

 

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RA. Tim Lorenzen
Fachanwalt für Strafrecht in Bremen

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